Ein kräftiger Rindereintopf mit Lorbeerblatt gehört in jede Herbst- und Winterküche. Lange geschmortes Rindfleisch, aromatische Gewürze und die Möglichkeit, mit Rotwein oder Bier Tiefe zu erzeugen, machen dieses Rezept zu einem wahren Wohlfühlessen. Nachfolgend eine ausführliche Anleitung zum Anbraten, Schmoren und Abschmecken sowie Tipps für Variationen.
Zutaten (für 4–6 Portionen)
- 1,2–1,5 kg Rindfleisch (Schulter, Wade oder Bug), in grobe Würfel geschnitten
- 2–3 EL Pflanzenöl oder Butterschmalz
- 2 Zwiebeln, grob gewürfelt
- 2–3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 3 Möhren, in Scheiben
- 2 Stangen Sellerie, in Scheiben
- 2 EL Tomatenmark
- 400 ml Rinderbrühe (ggf. mehr)
- 200–300 ml Rotwein oder dunkles Bier (optional, für mehr Geschmack)
- 2–3 Lorbeerblätter
- 1 TL getrockneter Thymian oder ein paar Zweige frischer Thymian
- Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 2 EL Mehl oder Speisestärke (optional, zum Andicken)
- frische Petersilie zum Bestreuen
Vorbereitung
Das Fleisch trocken tupfen und in gleich große Würfel schneiden, damit alles gleichmäßig gart. Zwiebeln, Knoblauch und Gemüse vorbereiten. Für ein intensiveres Aroma können Sie das Fleisch einige Stunden vor dem Kochen leicht salzen und kühl stellen.
Anbraten
Erhitzen Sie das Öl in einem großen Schmortopf bei mittelhoher Hitze. Die Fleischwürfel portionsweise kräftig anbraten, bis sie rundum gebräunt sind (jeweils ca. 3–5 Minuten pro Portion). Wichtig: Nicht zu viele Stücke auf einmal in den Topf geben, sonst dampft das Fleisch und bräunt nicht richtig. Nach dem Anbraten das Fleisch herausnehmen und zur Seite stellen.
Gemüse und Aromaten
Im verbliebenen Bratfett die Zwiebeln glasig dünsten, dann den Knoblauch kurz mitrösten. Tomatenmark hinzufügen und kurz anrösten, damit es etwas karamellisiert. Das angebratene Fleisch wieder in den Topf geben, Möhren und Sellerie hinzufügen und alles gut vermischen.
Abglacen und Schmoren
Jetzt können Sie mit Rotwein oder Bier ablöschen (ca. 200–300 ml). Das verleiht dem Eintopf Tiefe und Komplexität. Kurz aufkochen lassen, damit der Alkohol verdampft und die Röstaromen gelöst werden. Anschließend Brühe angießen, Lorbeerblätter und Thymian zugeben. Die Flüssigkeit sollte das Fleisch fast bedecken.

Den Topf zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren und den Eintopf bei sehr niedriger Hitze 1,5–3 Stunden sanft köcheln lassen, bis das Fleisch mürbe ist. Alternativ können Sie den Eintopf bei 150–160 °C im vorgeheizten Ofen ca. 2–3 Stunden schmoren lassen. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas zusätzliche Brühe nachgießen.
Andicken und Abschmecken
Wenn die Soße zu dünn ist, können Sie etwas Mehl oder mit kaltem Wasser angerührte Speisestärke verwenden: 1–2 EL Mehl in etwas kalter Brühe anrühren und kurz mitköcheln lassen. Ganz zum Schluss salzen und pfeffern — beachten Sie, dass Rotwein oder Brühe schon Salz mitbringen können, deshalb erst am Ende nachwürzen. Lorbeerblätter und größere Kräuterzweige entfernen.
Serviervorschläge
- Mit Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln servieren
- Oder mit dunklem Bauernbrot, das die kräftige Soße aufsaugt
- Ein Klecks saure Sahne oder etwas frische Petersilie passt hervorragend dazu
Variationen und Tipps
- Für noch mehr Würze können Sie 1–2 EL Worcestersauce oder einen Schuss Balsamico beim Abschmecken hinzufügen.
- Wer kein Alkohol verwenden möchte, ersetzt Wein oder Bier durch zusätzliche Brühe und einen Spritzer Zitronensaft für die Säure.
- Für eine rauchige Note passt ein Schuss geräuchertes Paprikapulver.
- Reste lassen sich gut einfrieren — einfrieren, aufwärmen und ggf. mit etwas Brühe verdünnen.
Mit dieser Methode erhalten Sie einen tief aromatischen, würzigen Rindereintopf mit angenehmer Lorbeernote. Das langsame Schmoren macht das Fleisch zart und verbindet alle Aromen zu einem runden Ganzen. Guten Appetit!

Tolles Rezept, ich habe Rotwein verwendet und es wurde fantastisch. Danke für die ausführliche Anleitung!
Kann ich statt Lorbeer auch Rosmarin nehmen? Habe keinen Lorbeer im Haus.
Hat bei mir 2,5 Stunden im Ofen gebraucht, bis das Fleisch richtig zart war. Als Beilage gab es Kartoffelpüree — sehr empfehlenswert.
Guter Tipp mit dem Anbraten in Portionen. Hatte das früher zu voll gemacht und das Fleisch war blass.
Kann man das Ganze auch im Slow Cooker machen? Wenn ja, welche Zeit würdet ihr empfehlen?